Programms zur Prophylaxe und Bekämpfung der Equinen Herpes-Virus-Infektion bei Pferden
Erkrankungen bedingt durch Equine-Herpes-Viren (EHV) können innerhalb eines Bestandes einen seuchenhaften Verlauf nehmen. Die bedeutendsten Virustypen sind das
EHV Typ 1 und Typ 4. Krankheiten durch EHV1 treten vorrangig als Verfohlung oder als Nachhandlähmung auf. Bei Infektionen mit EHV4 überwiegen Atemwegsinfektionen (Rhinopneumonitis). Sie sind mit erheblichen wirtschaftlichen Verlusten verbunden und stellen eine Gefähr-dung der Pferdezucht in Sachsen dar. Neben Totalverlusten durch Aborte oder sogenannte „Schlaganfälle“ sind Nutzungseinschränkungen bis hin zur Gebrauchsunfähigkeit durch chronische Atemwegsleiden bzw. Bewegungsstörungen zu beobachten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Herpes-Virus-Infektionen andere bakterielle oder virale Infektionen begünstigen und somit zu weiteren Verlusten führen.
Ungefähr 80 bis 90 % der Pferde in Deutschland hatten schon einmal Kontakt mit dem equinen Herpesvirus und reagieren serologisch positiv.
Jegliche Stressfaktoren wirken begünstigend auf den Ausbruch der Krankheit.
