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Schafe-23aInformationen zum Schmallenberg-Virus

In Deutschland wurde bisher in 823 Fällen das „Schmallenberg-Virus“ festgestellt (Stand 02.03.2012). Betroffen sind Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltungen in allen Bundesländern.

In Sachsen sind bisher 27 Fälle ausschließlich bei Schafen gemeldet worden.

 

Bei der neuen Tierkrankheit handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch stechende Insekten (Gnitzen und Mücken) übertragen wird. Die Erkrankung wird durch das Schmallenberg-Virus, ein Virus aus der Gruppe der Orthobunyaviren, hervorgerufen.

Bei erwachsenen Tieren wurden im letzten Sommer, während der aktiven Zeit der Überträger, Symptome wie Milchrückgang und Fieber, die aber nach wenigen Tagen wieder abklangen, beobachtet. Da das Virus je nach Zeitpunkt der Infektion in der Lage ist Embryonen bzw. Feten zu schädigen, stehen derzeit Aborte mit mumifizierten Feten bzw. lebensschwache oder missgebildet geborene Lämmer und Kälber im Vordergrund.

Tierhalter, bei denen verstärkt Verlammungen bzw. Verkalbungen, insbesondere mit den beschriebenen Veränderungen auftreten, werden gebeten, einen Tierarzt und bzw. oder das zuständige Veterinäramt hinzuzuziehen. Der Nachweis des Schmallenberg-Virus bedingt bis auf Weiteres keine tierseuchenrechtlichen Restriktionen. Außerdem wird in Sachsen ein Monitoring auf Antikörper gegen Schmallenberg-Virus entsprechend der Vorgaben des FLI durchgeführt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Interseite des Friedrich-Löffler-Institutes:

http://www.fli.bund.de

Ein Video zu den klinischen Erscheinungen einer Infektion mit Schmallenberg-Virus finden Sie unter:

http://www.animal-health-online.de/gross/2012/02/01/tiho-hannover-videopodcast-zum-schmallenberg-virus/20036/

Schmallenberg

Fälle von Schmallenbergvirus bundesweit (Stand 02.03.2012, Quelle: TSN-online)