Varroosebekämpfung in Sachsen

Die Sächsische Tierseuchenkasse bietet den sächsischen Imkern Medikamente zur Behandlung gegen die Varroamilbe an.


Die Varroose ist eine parasitäre Bienenkrankheit, die durch die Milbe Varroa destructor hervorgerufen wird. Sie ist derzeit weltweit die größte Bedrohung für die Imkerei

und wurde vor ca. 25 Jahren durch die Einfuhr von Bienen nach Deutschland eingeschleppt. Die Milbe befällt primär die Bienenbrut; sie vermehrt sich dort in der verdeckelten Brutzelle. Nachhaltig wirkt sie sich aber auch auf die adulte Biene aus und damit letztlich auf das ganze Bienenvolk, das durch die ständig wachsende Milbenpopulation geschwächt wird und ohne Behandlung nach wenigen Jahren zusammenbricht.

Die Milbe wird durch die Bienen selbst von Volk zu Volk und von Stand zu Stand weiterverbreitet. Problematisch ist die Varroatose, da sie im Regelfall Sekundärinfektionen durch Viren, Bakterien und Pilzbefall nach sich zieht.

Heutzutage werden Bienenvölker regelmäßig gegen Varroose behandelt, das gehört zur selbstverständlichen "Bienenwirtschaft" eines Imkers. Es gibt mehrere Behandlungsmethoden, mit chemischen Varroaziden oder auch mit organischen Säuren; wichtig ist, die Behandlung der Bienenvölker erst nach der Honiggewinnung durchzuführen, damit Rückstände im Honig vermieden werden.

Die Varroose war bis vor einiger Zeit anzeigepflichtig; durch die Möglichkeit der inzwischen guten und erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten ist die Anzeigepflicht nach dem Tierseuchenrecht aufgehoben worden.


Die Sächsische Tierseuchenkasse bietet den sächsischen Imkern Medikamente zur Herbst-/Winterbehandlung gegen die Varroamilbe an.

Ablauf

  • bis zum 15. April des laufenden Jahres muss die Bestellung beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt eingegangen sein.
  • ca. im Juni des laufenden Jahres können die bestellten Medikamente beim beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt abgeholt werden.

Die bereitgestellten Medikamente können sich ändern. Lesen Sie hier, welche Medikamente aktuell bereitgestellt werden.

Voraussetzung für die Bestellung ist die ordungsgemäße Meldung der Bienenvölker und die fristgerechte Bezahlung.