Blauzungenkrankheit

Die BT ist eine anzeigepflichtige Tierseuche der Wiederkäuer, die durch Viren verursacht und über blutsaugende Insekten übertragen wird.


Rechtsgrundlage

Monitoring

Monitoring bei Haus- und Wildtieren nach Artikel 4 in Verbindung mit Anhang I Nr. 2 der Verordnung (EG) 1266/2007 der Kommission vom 26. Oktober 2007 mit Durchführungsvorschriften zur Richtlinie 2000/75/EG des Rates hinsichtlich der Bekämpfung, Überwachung und Beobachtung der Blauzungenkrankheit sowie der Beschränkungen, die für Verbringungen bestimmter Tiere von für die Blauzungenkrankheit empfänglicher Arten gelten (ABl. L 283 vom 27.10.2007, S. 37, L 36 vom 10.2.2011, S. 20), die zuletzt geändert durch Durchführungsverordnung (EU) 456/2012 (ABl. L 141 vom 31.5.2012, S. 7) geändert worden ist, und gemäß Erlass des SMS vom 13. Juli 2016, Az. 24-9156-31/25.

Impfung

Impfung Unterstützung der prophylaktischen Impfung gegen die Blauzungenkrankheit gemäß der Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit der Landesdirektion Sachsen vom 24. August 2016 beziehungsweise in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. September 2016 (SächsABl. S. 1222) in Verbindung mit § 4 der EG- Blauzungenbekämpfung- Durchführungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 2015 (BGBl. I S. 1098), die durch Artikel 5 der Verordnung vom 3. Mai 2016 (BGBl. I S. 1057) geändert worden ist.

 Verordnung zur Durchführung gemeinschaftsrechtlicher und unionsrechtlicher Vorschriften über Maßnahmen zur Bekämpfung, Überwachung und Beobachtung der Blauzungenkrankheit (EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung)

 Verordnung (EG) Nr. 1266/2007 der Kommission vom 26. Oktober 2007 mit Durchführungsvorschriften zur Richtlinie 2000/75/EG des Rates hinsichtlich der Bekämpfung, Überwachung und Beobachtung der Blauzungenkrankheit sowie der Beschränkungen, die für Verbringungen bestimmter Tiere von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Arten gelten

 Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit der Landesdirektion Sachsen vom 24. August 2016 


Höhe der Beihilfe (Monitoring)

  1. Übernahme der Kosten zur Blutprobenentnahme bei Rindern 
    Zuchtbetrieb 
    1. Tier        4,00 EUR 
    2.- 30. Tier 2,30 EUR 
    ab 31. Tier 1,60 EUR 
    Wegegeld 15,00 EUR 
    Für die Blutprobenentnahme bei Rindern in Mutterkuhhaltungen wird ein Aufschlag von 1,00 EUR pro Tier gewährt. 

    sonstiger Betrieb 
    1. Tier        4,45 EUR 
    2.- 30. Tier 2,56 EUR 
    ab 31. Tier 1,79 EUR 
    Wegegeld 16,68 EUR
  2. Die Kosten der Untersuchungen an der LUA Sachsen trägt das Land gemäß § 29 Nummer 1 SächsAGTierGesG.


Höhe der Beihilfe (Impfung)

  1. Beihilfe zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit nach Vorschrift der Impfstoffhersteller in Höhe der jährlichen Kosten für den Impfstoff.
  2. Übernahme der Kosten nach Punkt 1. durch das Land Sachsen nach § 32 Abs.2 SächsAGTierGesG und die TSK.


Voraussetzungen (Monitoring)

Zur Übernahme der Kosten für tierärztliche Probenentnahme übergibt der beauftragte Tierarzt den ausgefüllten und durch den Tierhalter unterzeichneten Beihilfeantrag an das zuständige LÜVA. Der Amtstierarzt prüft die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, zeichnet sachlich richtig und sendet den Antrag an die TSK. Diese prüft die Anträge und veranlasst die Auszahlung an den Tierarzt. Das Wegegeld ist für jeden Bestand einmal abzurechnen, unabhängig davon, ob die Verrichtungen an einem Tag oder an mehreren Tagen vorgenommen werden.


Voraussetzungen (Impfung)

Der Tierhalter stellt einen Beihilfeantrag unter Angabe seiner TSK-Nummer und Einsendung der Kopien der Rechnungen bei der TSK. Der Tierarzt erhält einen Beihilfebonus in Höhe der nachgewiesenen Kosten zur Einlösung bei der TSK.