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Veranstaltungsnachlese Treffpunkt Rindergesundheit 2017

Bereits zum 6. Mal trafen sich Landwirte und Tierärzte am 11. Januar 2017 im Rittergut Limbach bei Wilsdruff um Neues zur Rindergesundheit zu erfahren und gemeinsam über tiergesundheitliche Probleme zu diskutieren. Mehr als 100 Teilnehmer folgten der Einladung.

 

Ein interessantes Programm, welches verschiedene Schwerpunkte umfasste, führte zu regen Diskussionen. Dies war insbesondere bei den Vorträgen des Amtstierarztes des Kreises Altenburger Land, Herrn DVM Thurau und seiner Kollegin, Frau TÄ Moeller der Fall. Bereits 2014 berichtete Herr Thurau über die Transport- und Schlachtwürdigkeit von Rindern, die den Schlachthof Altenburg erreichten. In seinem Vortrag zog er nach 3 Jahren Bilanz - nicht ohne darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Schlachthofstrukturen in Deutschland ein erhebliches Defizit an Schlachtkapazitäten für leicht verletzte Rinder besteht. Es erging nochmals der Appell an Landwirte und Tierärzte, in Problemfällen vorher auf dem Schlachthof anzurufen und gemeinsam nach einer vertretbaren Lösung zu suchen.

Herr Dr. Pannwitz aus dem Veterinäramt in Greifswald erläuterte in seinem Vortrag die von ihm entwickelte Internetanwendung, die dem Landwirt bei der Auswertung von Rinderverlusten in seinem Betrieb helfen kann. Hierbei ist es möglich, die Verluste auf der Grundlage des HIT-Bestandsregisters auszuwerten und mit Betrieben aus ganz Deutschland zu vergleichen. In die Berechnungen fließen verschiedenste Größen wie z.B. Klimadaten und Bestandsgrößen ein. Über die Adresse www.tschindi.org sind die Daten auf eine schnelle und einfache Weise für den eigenen Tierbestand zu erhalten.

Wie auch schon in den letzten Jahren stellte wieder ein Landwirt seinen Betrieb vor. Herr Andreas Richter aus der Agrargenossenschaft Dobra konnte zeigen, dass bei gutem Tiergesundheitsmanagement in großen Beständen gute Kennziffern hinsichtlich Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und Milchleistung erreicht werden können.

Das Thema bestandsspezifische Impfstoffe wurde von Herrn Prof. Selbitz, der als Berater für IDT Biologica GmbH arbeitet, in seinem Vortrag von verschiedenen Seiten beleuchtet. Er stellte die Vorteile der Handelsimpfstoffe heraus und erläuterte die Einsatzmöglichkeiten aber auch Grenzen von Bestandsvakzinen. Auf die besondere Bedeutung der Probenauswahl und des repräsentativen Erregernachweises bei der Herstellung bestandsspezifischer Vakzinen wurde ausdrücklich hingewiesen.  

Frau Dr. Schmidt vom Rindergesundheitsdienst gab abschließend einen Überblick über die für Rinderhalter im Jahr 2017 von der Sächsischen Tierseuchenkasse angebotenen Leistungen. So wurden einige Beihilfen erhöht und eine Beihilfe zur Blauzungenimpfung und ein Früherkennungsprogramm neu aufgelegt.

Gern wollen wir als Tierseuchenkasse die Reihe der Treffpunkte Rindergesundheit fortführen und hoffen auf interessante Themenvorschläge Ihrerseits.

Bilder der Veranstaltung: