Startseite Rindergesundheit Leistungen & Programme Bovinen Virusdiarrhoe/Mucosal Disease (BVD/MD)

Gemeinsames Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und der Sächsischen Tierseuchenkasse zum Schutz von Rinderbeständen vor einer Infektion mit dem Virus der Bovinen Virusdiarrhoe/Mucosal Disease (BVD/MD) und zur Bekämpfung in infizierten Beständen (BVD/MD- Programm)

Die BVD/MD ist eine durch ein Pestivirus hervorgerufene Infektionskrankheit der Rinder, die weit verbreitet ist, gehäuft zu klinischen Erkrankungen mit direkten und indirekten Verlusten führt und als wirtschaftlich bedeutsam eingeschätzt wird. Das klinische Bild ist vielfältig, und aufgrund der immunsuppressiven Eigenschaft des Virus können Sekundärinfektionen das Erscheinungsbild prägen. 

Neben der horizontalen Übertragung des Virus spielt die vertikale Infektion eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Infektion, da mit der Entstehung der persistent infizierten Tiere (PI-Tiere) die Grundlage für neue Infektionskreisläufe gelegt wird.

Die BVD/MD gehört seit 2004 zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen.

Die Bekämpfungsmaßnahmen – zu Beginn auf freiwilliger Basis, seit 2011 auf der Basis der BVDV-Verordnung vom 11.12.2008 (BGBl. I S. 2461) – haben nunmehr zu einem deutlichen Rückgang der Infektionen in den Rinderbeständen geführt. Wurden 2011 noch über 24.000 PI- Tiere in Deutschland gefunden, sank deren Zahl im Jahr 2015 auf 1.718 Tiere ab. Die Prävalenz der PI-Tiere konnte auf 0,03 % gesenkt werden.

Sachsen konnte im bundesweiten Vergleich den stärksten Rückgang der Infektion nachweisen, 2015 war lediglich in 5 Beständen das BVD-Virus festgestellt worden.

Die BVDV-Verordnung gilt nunmehr in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Juni 2016 (BGBl. I S. 1483).

Daher ist eine Neufassung des Programms der Sächsischen Tierseuchenkasse, dessen letzte Aktualisierung 2009 erfolgte, erforderlich.

 


icon Programm zum Schutz von Rinderbeständen vor einer Infektion mit dem Virus der BVD/MD (277.97 kB)