Programm zum Schutz der Schweinebestände vor der Infektion mit dem Virus des Porcinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRS) vom 17. November 2009
PRRS kann in Schweinezucht- und Mastbeständen zu beträchtlichen Verlusten und Leistungsdepressionen führen. Die Infektion wird durch ein Arterivirus ausgelöst, das
über den Tierverkehr, über Sperma und über belebte sowie unbelebte Vektoren verbreitet wird. Es sind insbesondere Spätaborte ab dem 105. Trächtigkeitstag, lebensschwache Ferkel und erhöhte Umrauscherraten festzustellen. Des Weiteren kann das Virus Wegbereiter für andere Infektionen sein.
1997 wurde ein Überblick über die Verbreitung des Erregers in den Schweinebeständen des Freistaates Sachsen erarbeitet. In den Eberstationen, in bedeutenden Herdbuchbetrieben und in ca. 35 % der Zuchtbetriebe mit mehr als 100 Sauen wurde PRRS nicht nachgewiesen. Durch das seit dem 17. April 1998 bestehende PRRS-Programm wurde die Notwendigkeit der regelmäßigen serologischen Überwachung zum Schutz der PRRS-unverdächtigen Bestände bestätigt. Der weitaus größte Teil der PRRS-unverdächtigen Bestände konnten seit mehr als 10 Jahren vor der Infektion geschützt werden. In der Zwischenzeit wurden etliche PRRS-unverdächtige Zucht- und Mastbestände durch Bestandsaustausch neu aufgebaut. Bezogen auf die bei der Sächsischen Tierseuchenkasse 2008 gemeldeten Zuchttiere über 50 kg stehen fast 60 % dieser Tiere in PRRS-unverdächtigen Sauenherden.
Programm zum Schutz der Bestände vor Infektion mit dem Virus des PRRS (91.1 kB)
