Startseite Schweinegesundheit Leistungen & Programme Porcines Reproduktives und Respiratorisches Syndrom (PRRS)

Programm zum Schutz der Schweinebestände vor der Infektion mit dem Virus des Porcinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRS) vom 3. Dezember 2012

PRRS kann in Schweinezucht- und Mastbeständen zu beträchtlichen Verlusten und Leistungsdepressionen führen. Die Infektion wird durch ein Arterivirus ausgelöst, das über den Tierverkehr, über Sperma und über belebte sowie unbelebte Vektoren verbreitet wird. Es sind insbesondere Spätaborte ab dem 105. Trächtigkeitstag, lebensschwache Ferkel und erhöhte Umrauscherraten festzustellen. Des Weiteren kann das Virus Wegbereiter für andere Infektionen sein.

Die Erkrankung erfüllt aufgrund ihrer ökonomischen und epidemiologischen Bedeutung die Kriterien zur Listung durch die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE).

Fast 70 % aller 2014 bei der Sächsischen Tierseuchenkasse gemeldeten Zuchtsauen und 40 % der Mastschweine stehen in PRRS-unverdächtigen Schweinebeständen. Im Jahr 2011 kam es in mehreren Beständen zu einem Viruseintrag über Sperma aus Eberbeständen außerhalb Sachsens.

Dem Ziel dieses Programms soll durch Früherkennung möglicher Viruseinträge sowie der Verhinderung einer Weiterverbreitung Rechnung getragen werden, in dem die Untersuchungshäufigkeit in PRRS-unverdächtigen Zuchtbeständen erhöht und neueren fachlichen Erkenntnissen angepasst wird.

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