PRRS - Porcine Respiratory and Reproductive Syndrome

Eine Krankheit bei Schweinen, die sowohl im Atemwegsbereich, als auch im Fortpflanzungsbereich vorkommt.


PRRS - das Porzine (das Schwein betreffend) Reproduktive (die Fortpflanzung betreffend) und Respiratorische (die Atmung betreffend) Syndrom (Erkrankung mit nicht eindeutigen Symptomen) wird durch ein Virus verursacht, das über die Lunge ins Tier eindringt. Dort zerstört das Virus die Lungenmakrophagen (=Immunzellen der Lunge) und schwächt damit die Abwehr der Lunge auch gegen alle anderen Erreger. 

Wie der Name des Virus schon verrät, kann eine Infektion mit dem PRRS-Virus Probleme im Atemwegs- und/oder Fortpflanzungsbereich verursachen. Folgende Faktoren beeinflussen das Krankheitsbild einer PRRS-Infektion: 

  • Allgemeiner Gesundheitsstatus der Tiere (Haltung, Fütterung, Stressfaktoren) 
  • Sekundärerreger (die PRRS-Infektion verstärkt die Krankheitssymptome der Sekundärerreger und umgekehrt) 
  • Individuelle Eigenschaften des jeweiligen PRRS-Virus im Bestand (es gibt PRRS-Viren, die sehr schwere oder nur leichte und vorwiegend Atemwegs- oder Fruchtbarkeitssymptome verursachen) 
  • Immunstatus der Herde/Tiergruppe und des individuellen Tieres gegen PRRS

Rechtsgrundlage

Neufassung des Programms des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und der Sächsischen Tierseuchenkasse zum Schutz der Schweinebestände vor der Infektion mit dem Virus des Porcinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRS) vom 9. November 2015 (SächsABl. 2016 S. 412)

 PRRS-Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und der Sächsischen Tierseuchenkasse


Höhe der Beihilfe

  1. Übernahme der Kosten für die tierärztliche Blutprobenentnahme. Ausgenommen sind Blutprobenentnahmen bei Aborten (Abrechnung nach Abortprogramm) und Blutprobenentnahmen in Eberstationen, die im Zusammenhang mit den nach Anhang B Kapitel 2 der RL 90/429/EWG vorgeschriebenen Tests durchgeführt werden.

    Zuchtbetrieb 
    1. Tier 4,00 EUR 
    2. bis 30. Tier 2,30 EUR 
    ab 31. Tier 1,60 EUR 
    Wegegeld 15,00 EUR

    sonstiger Betrieb 
    1. Tier 4,45 EUR 
    2. bis 30. Tier 2,56 EUR 
    ab 31. Tier 1,79 EUR 
    Wegegeld 16,68 EUR

    Übernahme der Untersuchungsgebühren an der LUA Sachsen durch die TSK.


Voraussetzungen

Zur Übernahme der Kosten für die tierärztliche Probenentnahme übergibt der beauftragte Tierarzt den ausgefüllten und durch den Tierhalter unterzeichneten „Beihilfeantrag zur Abrechnung tierärztlicher Leistungen“ an die TSK. Diese prüft den Antrag und veranlasst die Auszahlung an den Tierarzt. Das Wegegeld ist für jeden Bestand einmal abzurechnen, unabhängig davon, ob die Verrichtungen an einem Tag oder an mehreren Tagen vorgenommen werden. Die Übernahme der Untersuchungsgebühren an der LUA Sachsen durch die TSK erfolgt nur, wenn auf dem Blutproben-Einsendeformular einer der nachfolgenden Vermerke entsprechend der betrieblichen Situation angegeben ist:

  1. „Untersuchung gemäß PRRS-Programm – PRRS- unverdächtiger Bestand“ oder
  2. „Untersuchung gemäß PRRS-Programm nach Absprache mit SGD – Impfbestand“ oder
  3. „Untersuchung gemäß PRRS-Programm nach Absprache mit SGD – Nichtimpfbestand“.

Erfolgt kein Vermerk, werden dem Tierhalter die Untersuchungskosten auf PRRS von der LUA Sachsen in Rechnung gestellt.